Aktuelle Meldungen zu den Gedenkstätten

Neue Ausstellung: Kultur unter Kontrolle. Hamburger Kultureinrichtungen und die Kulturverwaltung im Nationalsozialismus

Hamburg erfreute sich bis 1933 eines bunten Kulturlebens. Moderne Kunst lockte in die Museen. In Konzerthäusern und Tanzlokalen spielten Big Bands auf. Theater und die zahlreich entstandenen Kinos präsentierten ein vielfältiges Programm. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten fiel das kulturelle Leben jedoch unter die Kontrolle der neu gegründeten Kulturbehörde. Welche Funktionen hatte Kultur im nationalsozialistischen Hamburg? Die Ausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte ist vom 5. Februar bis 10. März 2026 im Hamburger Rathaus zu sehen (Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr).

Fragmented Memories. Neue Online-Ausstellung eröffnet

Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte präsentiert die neue englischsprachige Online-Ausstellung “Fragmented Memories”. Sie basiert auf der Ausstellung in der Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel. Dort wird an die Geschichte der Hamburger Frauenaußenlager des KZ Neuengamme erinnert. Die Website stellt verschiedene Biografien von dort verfolgten Frauen vor, die Haftbedingungen und Zwangsarbeit in den Außenlagern, die Strafverfolgung nach 1945 und die Erinnerung an ehemaligen Lagerorten.

Zwei neue Gedenktafeln

Seit September 2025 erinnern zwei Gedenktafeln an Zwangsarbeiter*innen, die für die Hamburger Stadtreinigung arbeiten mussten. In Altona-Altstadt wurde eine Tafel am Karl-Möller-Sportplatz an der Max-Brauer-Allee eingeweiht. Dort waren 152 italienische Soldaten interniert, die zu Trümmerarbeiten gezwungen wurden. Eine weitere Gedenktafel erinnert an die über 2.800 Zwangsarbeiter*innen, die in der Müllabfuhr und Straßenreinigung eingesetzt wurden. Sie wurde vor dem Sitz der Stadtreinigung in Hammerbrook aufgestellt.

Tag des offenen Denkmals 2025

Vom 12. bis 14. September 2025 laden Hamburgs Denkmäler zu Erkundungstouren ein. Besucher*innen haben die Gelegenheit, die Vielfalt der Hamburger Denkmallandschaft zu entdecken. Bei Führungen, Rundgängen und einem bunten Familien- und Kulturprogramm können Interessierte Denkmäler erkunden, darunter einige, die meist nicht zugänglich sind. Hier geht es zum Programm.

Neue Dauerausstellung eröffnet

In der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule ist nach umfangreichen Sanierungen im Juli 2025 die neue Dauerausstellung „Jüdische Kinderwelten - die Geschichte der Israelitischen Töchterschule“ in die erweiterten Räume eingezogen. Der Gedenk- und Lernort ist ab sofort wieder für Schulklassen und Besucher*innen geöffnet, donnerstags von 14-17 Uhr, sonntags von 10 bis 14 Uhr, und nach Vereinbarung. Zum Beitrag des Hamburg Journals des NDR
 

 

denk.mal Fruchtschuppen C, 2025.

denk.mal Fruchtschuppen C eingeweiht

Am 16. Mai 1940 verhafteten Polizeibeamte etwa 1000 Sinti und Roma in Hamburg und Norddeutschland, sperrten sie in den Fruchtschuppen C im Hamburger Freihafen (heute HafenCity) und verschleppten sie am 20. Mai 1940 in das Zwangsarbeitslager Belzec im deutsch besetzten Polen. Es folgten weitere Deportationen nach Auschwitz-Birkenau. Daran wird 85 Jahre später wird am historischen Ort mit dem denk.mal Fruchtschuppen C im heutigen Überseequartier erinnert. Das sichtbare Erinnerungszeichen informiert mit Texten, Bildern und Zitaten über die Verfolgung und die Deportationen der Sinti und Roma aus dem norddeutschen Raum.

Aktion: Stimmen der Befreiten – Gedenken an das Kriegsende im Mai 1945

Anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung möchten die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sowie das Mahnmal St. Nikolai mit einer hamburgweiten Aktion die Stimmen derer in die Öffentlichkeit tragen, die vom NS-Regime verfolgt wurden. Alle zivilgesellschaftlichen Akteur*innen sind eingeladen, sich mit verschiedensten Beiträgen an der Aktion zu beteiligen, damit die Stimmen der Befreiten gehört und ihre Geschichten erzählt werden. Möchten Sie auch an der Aktion teilnehmen? Dann finden Sie mehr Informationen hier

Save the date: Lange Nacht der Museen Hamburg am 26. April 2025

Am Samstag, den 26. April 2025, öffnen die Hamburger Museen von 18 Uhr bis 1 Uhr ihre Türen für interessierte Besucher*innen. Zahlreiche Museen und Gedenkstätten laden dann wieder zu einem vielfältigen Ausstellungs- und Sonderprogramm ein. Zwischen den Museen können Besucher*innen mit extra eingerichteten Busshuttle-Linien, einem Barkassen-Shuttle und den regulären hvv-Linien verkehren.
Nähere Infos zum Programm folgen bald unter https://www.langenachtdermuseen-hamburg.de/

 

Ausstellung: Ausgeraubt vor der Deportation. NS-Verfolgte im Fokus der Hamburger Finanzverwaltung

Noch bevor Züge der Deutschen Reichsbahn Deportierte aus Hamburg in Ghettos und Vernichtungslager transportierten, plünderte der NS-Staat die Verfolgten schrittweise aus. Auch Hamburger Finanz- und Zollbeamte waren an dieser Beraubung beteiligt. Ihre Rolle ist das Thema der neuen Ausstellung zur Hamburger Finanzverwaltung im Nationalsozialismus.
Die Ausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte wird vom 22. Januar bis zum 20. Februar 2025 im Hamburger Rathaus gezeigt. Mehr Informationen und Begleitprogramm finden Sie hier

#seeforfree 2024

Am Donnerstag, den 31.10., findet wieder #seeforfree statt! Viele verschiedene Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten können kostenfrei besichtigt werden. Hierfür öffnen insgesamt 47 Orte ihre Türen und stellen ein großes Angebot an Rundgängen, Vorträgen und Mitmach-Aktionen. Auch verschiedene Gedenkorte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sind mit dabei. Mehr Infos und das Programm gibt es hier

Haben Sie gewusst?

1949

wurde das erste Hamburger Mahnmal für NS-Opfer auf dem Ohlsdorfer Friedhof eingeweiht.

1941

wurde auf dem Bergedorfer Friedhof ein Gräberfeld für sowjetische Kriegsgefangene aus dem KZ Neuengamme angelegt.

15

Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme gab es in Hamburg.

500.000

Zwangsarbeitskräfte, darunter viele Frauen, arbeiteten von 1939 bis 1945 in Hamburg.

1943

starben beim Bombenangriff „Operation Gomorrha“ etwa 37.000 Menschen. KZ-Häftlinge bargen die Opfer.

Hören

können Sie den „Gedenkort zur Erinnerung an die Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“: Die NS-Urteile wurden eingesprochen.

4

Gedenkorte befinden sich unter der Erde: Der Röhrenbunker Tarpenbekstraße, das Bunkermuseum, das Harburger „Mahnmal gegen Faschismus“ sowie die „Verhörzelle“ in Eppendorf.

1

Sitz hat das Mahnmal „Tisch mit 12 Stühlen“ für Besucher*innen frei.

Eine Rose

pflanzen können Besucher*innen an der „Gedenkstätte Bullenhuser Damm“ im Rosengarten.

3

Denkmaler erinnern an Hamburger Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.

Veranstaltungen

18:00 - 20:00 | Vortrag
Curiohaus (Hinterhaus), Raum AB, Rothen¬baumchaussee 15, 20148 Hamburg

Die Hamburger Curiohaus-Prozesse – das Nürnberg des Nordens?

Die Ahndung nationalsozialistischer Verbrechen durch die Alliierten – das war nicht nur der Hauptkriegsverbrecherprozess in Nürnberg. Zur Eröffnung der Ausstellung „Die Hamburger Curiohaus-Prozesse. NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten“ geben die Kurator*innen Dr. Reimer Möllerund Alyn Šišić über bedeutsame Prozesse im Hamburg der Nachkriegsjahre Auskunft. Wer wurde vor Gericht gestellt, wer nicht? Wer saß über die Angeklagten zu Gericht? Welche Auswirkungen hatten und haben diese Prozesse bis heute? Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, den historischen Gerichtssaal zu besuchen.

Vom 18. März bis zum 22. Mai 2026 zeigt die GEW Auszüge der Ausstellung „Die Hamburger Curiohaus-Prozesse. NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten“ der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Vor dem Vortrag kann die Ausstellung besichtigt werden. Anmeldung unter: info@gew-hamburg.de

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Gedenktafel am Curiohaus
18:00 - 19:30 | Podiumsgespräch
Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen, Hühnerposten, 20097 Hamburg

Erinnern oder Lernen? Emotionen, Wissen und Rituale in der Gedenkstättenarbeit zu den NS-Verbrechen

Gedenkstätten sind sowohl Orte der Trauer und des Gedenkens als auch Orte der Produktion, Vermittlung und Bewahrung von Wissen. Doch wie verhalten sich diese beiden Funktionen zueinander und wie hat sich dieses Verhältnis historisch entwickelt?
Handelt es sich um ein Spannungsverhältnis oder um ein produktives Zusammenspiel? Welche Formen und Praktiken des Gedenkens werden an Gedenkstätten von wem praktiziert? Welche Rolle spielen dabei Rituale, was kann Kunst zu einer emotionalen und zugleich reflexiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit beitragen? Wie können emotionale und kognitive Zugänge in der alltäglichen Arbeit sinnvoll aufeinander bezogen werden?

Begrüßung: Frauke Untiedt (Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen, Hamburg), Prof. Dr. Oliver von Wrochem (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, Hamburg)
Podium: Gottfried Kößler (ehem. Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt a.M.), Swenja Granzow-Rauwald (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hamburg), Dr. Verena Haug (Anne Frank Zentrum, Berlin), Dr. Ulrike Löffler (Historikerin, Chemnitz). Moderation: Jennifer Farber (Zentrum für Erinnerungskultur, Duisburg)

Die Veranstaltung findet statt als Teil der bundesweiten Gesprächsreihe: Nach der „Generation Aufarbeitung“ – Geschichte, Gegenwart & Zukunft der Gedenkstätten zu den NS-Verbrechen. Die Veranstaltung wird durchgeführt in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, der Stiftung Topographie des Terrors, dem Förderverein der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft und den Bücherhallen Hamburg.

Es gibt einen Livestream.
Für die Teilnahme vor Ort wird um eine Anmeldung gebeten.

19:00 - 20:30 | Buchvorstellung und Gespräch
Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Str. 60, 20457 Hamburg

Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen

Wie finde ich heraus, was meine Vorfahren in der NS-Zeit gemacht haben? Zehn Nachfahren berichten in dem Buch, wie sie ihre Recherche angegangen sind, was sie herausgefunden haben und wie sie mit den Erkenntnissen umgehen. Der Herausgeber des Buches, Dr. Johannes Spohr, betreibt in Berlin den Archivrecherchedienst „Present Past“ zum Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft. Die Veröffentlichung zeigt einen Ausschnitt seiner Arbeit und gibt zugleich Einblick in persönliche Erinnerungspraktiken einer wachsenden Minderheit in der deutschen Gesellschaft.

In der Veranstaltung berichtet Johannes Spohr über den Prozess der Familienrecherche. Im anschließenden Gespräch mit Personen, die sich bereits mit ihrer Familiengeschichte auseinandergesetzt haben, wird die individuelle Dimension eines solchen Rechercheprozesses beleuchtet.
An diesem Abend sprechen Autor Dr. Johannes Spohr, die Kuratorin der aktuell im Mahnmal St. Nikolai gezeigten Fotoausstellung „Auf der Suche nach der verlorenen Erinnerung“ Katrin Jakobsen und die Illustratorin Paula Mittrowann über die Motivation, sich mit dem auseinanderzusetzen, was die eigenen Eltern oder Großeltern während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs getan haben. Was lässt sich wie herausfinden, was nicht? Und: was macht man mit den gewonnenen Erkenntnissen?

Das Gespräch moderiert Karin Heddinga (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte). Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Mahnmal St. Nikolai.
Weitere Informationen und Anmeldung auf www.mahnmal-st-nikolai.de

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Mahnmal St. Nikolai
18:00 - 20:00 | Vortrag
Curiohaus, Großer Saal, Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg

Die Perspektive der Zeug*innen

Bei der Aufarbeitung der Verbrechen des Naziregimes in den ersten Jahren nach der Befreiung spielten die Nachkriegsprozesse, die von den Alliierten anberaumt wurden, eine entscheidende Rolle. Wichtigen Anteil an der Urteilsfindung hatten Aussagen von Menschen, die das verbrecherische Handeln der Täterinnen und Täter aus eigenem Erleben bezeugen konnten. Vor allem taten dies ehemalige Häftlinge aus Konzentrationslagern und Haftanstalten wie Fritz Bringmann, Albin Lüdke, Jupp Händler, Hans Schwarz und Herbert Schemmel. Die von ihnen gelieferten Beweise trugen entscheidend dazu bei, dass Täterinnen und Täter einer gerechten Strafe zugeführt werden konnten.
Das von der britischen Besatzungsmacht mit der Ausstellung von Ausweisen für Lebensmittelkarten und Bekleidungsgutscheinen beauftragte „Komitee ehemaliger politischer Gefangener“ – Vorgängerorganisation der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ (VVN) – richtete eine „Sonderabteilung zur Durchführung von Kriegsverbrecherprozessen“ ein. Sie benannte nicht nur Zeugen, sondern beriet und unterstützte sie auch. Nicht nur die Angaben zu Taten und Tätern, sondern auch die unterschiedliche Qualität der Zeugenaussagen selbst sowie deren politische bzw. persönlichen Hintergründe sind bisher wenig untersucht worden.

Referenten: Peter Badekow und Dieter Wilde (VVN Hamburg).


Eine Veranstaltung der GEW und der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Anmeldung erforderlich: info@gew-hamburg.de
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Die Hamburger Curiohaus-Prozesse: NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten“, siehe Programmflyer .

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Gedenktafel am Curiohaus
09:00 - 10:30 | Gedenkveranstaltung
Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Auftakt zum Gedenkmarsch in Erinnerung an den Todesmarsch nach Kiel

Bei der Räumung des Polizeigefängnisses Fuhlsbüttel wurden ab dem 12. April 1945 rund 800 Häftlinge gezwungen, in Kolonnen zu Fuß nach Kiel in das „Arbeitserziehungslager Nordmark“ zu marschieren. Die Wachmannschaften erschossen mindestens acht Häftlinge. Ein Gedenkmarsch erinnert an diesen Todesmarsch.

Die Auftaktveranstaltung an der Gedenkstätte Fuhlsbüttel bildet den Beginn dieses Erinnerungsweges und kann auch unabhängig von einer Teilnahme am nachfolgenden Marsch besucht werden. Der Marsch selbst endet an der Gedenkstele zur Erinnerung an die Zwangsarbeit beim Hanseatischen Kettenwerk an der U-Bahnstation Ochsenzoll und wird veranstaltet von Olmo e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Mehr Informationen auf www.olmoo.de. Keine Anmeldung erforderlich.

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945
19:00 - 21:00 | Vortrag von Herbert Diercks
Seminarraum dock europe, fux eG, Bodenstedtstraße 16

Das Hüttengefängnis in der Hamburger Neustadt und die Viktoria-Kaserne in Altona

Das Hüttengefängnis wurde 1858 als Polizeiwache mit angeschlossenen Haftzellen in der Neustadt in der Nähe der Wallanlagen errichtet. Die Historie dieses Ortes weist dabei einige Parallelen zur Nutzungsgeschichte der Viktoria-Kaserne auf: Beide waren zentrale Orte der nationalsozialistischen Verfolgung, dienten als Sammelpunkte für die sog. Polenaktion im Oktober 1938 sowie für Deportationen in die Konzentrationslager und wurden nach dem Zweiten Weltkrieg viele Jahre als Wohnunterkunft für obdachlos gewordene Menschen benutzt.

Herbert Diercks wird die Geschichte des Hüttengefängnisses skizzieren und sie in Bezug zur Viktoria-Kaserne stellen. Der Vortrag wird so anhand der vergleichenden Nutzungsgeschichte zweier Gebäude, die über lange Zeit der Repression dienten, einschneidende Kapitel der Hamburger Geschichte beleuchten.

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Ehemalige Viktoria-Kaserne
bis
Lange Nacht der Museen
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Lange Nacht der Museen am Geschichtsort Stadthaus

Unser Programm zur Langen Nacht. Das aktuelle Programm aller Museen und Gedenkstätten und Tickets unter www.langenachtdermuseen-hamburg.de
 

Unser Programm unter dem Motto Jugend im Widerstand:
18:00 Uhr – 18:15 Uhr: Ausstellungseröffnung: Jugendliche im Widerstand. Musikalisch begleitet von den St. Pauli Stompers

18:20 – 18:40 Uhr: „Seid Menschen!“ (Auszüge) – Szenische Collage der Jugendgruppe der Circusschule Die Rotznasen e.V. zu Geschichten von Widerstand, Verfolgung und Vertreibung

19:00 Uhr – 19:30 Uhr: Rundgang durch die Stadthöfe: Das Stadthaus im Nationalsozialismus: Terror und Verfolgung 1933–1943

19:30 Uhr – 20:00 Uhr: Animationsfilme ab 8 Jahre, Auswahl der Kurzfilm Agentur Hamburg

20:00 Uhr – 20:20 Uhr: „Seid Menschen!“ (Auszüge) – Szenische Collage der Jugendgruppe der Circusschule Die Rotznasen e.V. zu Geschichten von Widerstand, Verfolgung und Vertreibung

20:30 Uhr – 21:00 Uhr: Guided tour in the Stadthöfe: The Stadthaus under National Socialism – Terror and persecution 1933–1943.

21:00 Uhr – 21:30 Uhr: Rundgang durch die Stadthöfe: Das Stadthaus im Nationalsozialismus: Terror und Verfolgung 1933–1943

22:00 Uhr – 22:30 Uhr: Kurzfilm: Cordula Ditz, „You may not know him, but”, 13:35 min., 2020, Hamburger Kunsthalle

23:00 Uhr – 23:30 Uhr: Rundgang durch die Stadthöfe: Das Stadthaus im Nationalsozialismus: Terror und Verfolgung 1933–1943

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Geschichtsort Stadthaus
18:00 - 19:00 | Gedenkveranstaltung
Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg

Gedenken an die Kinder vom Bullenhuser Damm

Die Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V. lädt zu einer Gedenkfeier im Beisein der Angehörigen aus dem In- und Ausland in der Turnhalle der ehemaligen Schule ein. Mehr Informationen: www.kinder-vom-bullenhuser-damm.de.

Im Anschluss an die Gedenkfeier besteht die Möglichkeit, den Rosengarten zu besuchen und eine Rose zu pflanzen.
Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm hat an diesem Tag von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Gedenkstätte Bullenhuser Damm mit Rosengarten
18:00 - 19:30 | Buchvorstellung und Gespräch
Teehaus Wallanlagen, Eingang Holstenwall 30 oder U-Bahnstation St. Pauli

Das Hüttengefängnis in der Hamburger Neustadt

Ende 2025 erschien im Schaff-Verlag das „hamburger bauheft“ Nr. 50 über das ehemalige Polizeigefängnis in der Hamburger Neustadt in der Straße Hütten. Die ältesten Teile des Hauses sind über 165 Jahre alt. Heute wird das Gebäude als Männerwohnheim „Helmuth Hübener-Haus“ genutzt. Hübener war ein 17-jähriger Hamburger Widerstandskämpfer, der 1942 im Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde.

Autor des Bauheftes ist Herbert Diercks, ehemaliger Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Das Hüttengefängnis wird als Beispiel Hamburger Baugeschichte in seinen sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen erörtert. Dazu gehört seine Verwendung als Haftort verfolgter Männer und Frauen im Nationalsozialismus. Im Anschluss an die Veranstaltung wird eine Kurzführung zum ehemaligen Hüttengefängnis angeboten.

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Woche des Gedenkens" des Bezirks Hamburg-Mitte. Um Anmeldung wird gebeten.

14:00 - 16:00 | Rundgang
denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz, 20457 Hamburg

denk.mal Hannoverscher Bahnhof – Erkundung eines historischen Ortes

Der Hannoversche Bahnhof fungierte im Nationalsozialismus als zentraler Ausgangspunkt für Deportationen von Jüdinnen und Juden sowie Sinti*ze und Rom*nja aus Hamburg und Norddeutschland. Der Rundgang erläutert das historische Geschehen und stellt Einzelschicksale vor. Zudem wird der öffentliche Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert. Die Überblicksführungen werden jeden vierten Sonntag im Monat von April bis Oktober in Kooperation mit der HafenCity Hamburg GmbH angeboten.

Treffpunkt: Info-Pavillon am denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
denk.mal Hannoverscher Bahnhof