Aktuelle Meldungen zu den Gedenkstätten

Still aus dem Video zum Versetzen des Altarbildes.

Ein neuer Lern- und Gedenkort entsteht

In der Evangelischen Stiftung Alsterdorf wurde am 26. Mai 2021 das Altarbild der Kirche St. Nicolaus aus der Verankerung gelöst. Es wurde um 180 Grad gedreht und vor der Kirche positioniert. Eine aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stiftung soll so ermöglicht werden. Das Altarbild wurde zum 75-jährigen Bestehen der Kirche 1938 eingebaut und zeigt den gekreuzigten Jesus, zu dessen Füßen sich Personen befinden, die einen Heiligenschein tragen. Einige Menschen auf dem Bild haben keinen Heiligenschein. Es sind Menschen mit Behinderung. Die ausgrenzende Aussage des Altarbildes sowie dessen Entstehung in der Zeit der Verstrickung der damaligen Alsterdorfer Anstalten in den Nationalsozialismus soll mit dem Herauslösen des Bildes „ans Licht“ – gebracht werden. Es wird künftig das zentrale Element eines Lern- und Gedenkorts bilden, der direkt neben St. Nicolaus entsteht. Straße der Inklusion – Evangelische Stiftung Alsterdorf (strasse-der-inklusion.de)

Erklärungstafel zum "Garten der Frauen".

Neue Gedenksteine im "Garten der Frauen" auf dem Friedhof Ohlsdorf

Im "Garten der Frauen" hat sich in der letzten Zeit viel getan. Mehrere Steine für Opfer und Wiederstandskämpferinnen sind aufgestellt worden. Sie alle hatten ein Grab auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Darunter sind: Gerda Rosenbrook-Wempe (Widerstand), Erinnerungsstein für Lonny Beese (jüd. Opfer des NS), Erinnerungsstein für Francoise Bloch-Sérazin (Widerstand), Erinnerungsstein für Marie Priess (Widerstand), Erinnerungsstein für Renate Strübing-Wagner (Widerstand). Näheres zu den Frauen auf der Website vom "Garten der Frauen": http://www.garten-der-frauen.de/

Gedenksäule zur Erinnerung an die Zwangsarbeit beim Hanseatischen Kettenwerk.

Dokumentation "Wohnungsbau für die Rüstungsindustrie – Siedlungen für das Hanseatische Kettenwerk und die Messap" erschienen

Die Willy-Bredel-Gesellschaft Hamburg hat die Dokumentation des Stadtplaners und Architekten Michael Holtmann "Wohnungsbau für die Rüstungsindustrie – Siedlungen für das Hanseatische Kettenwerk und die Messap" herausgegeben. Das Buch beschreibt die Entstehung der beiden Werke und die damit verbundenen Kriegsvorbereitungen. Ein Nachwort von René Senenko, Literaturhinweise und historische Fotos und Zeichnungen runden die Neuausgabe ab. Die Broschüre ist im Büro der Willy-Bredel-Gesellschaft sowie in Buchhandlungen in Fuhlsbüttel und Langenhorn zu erwerben.

Tafel am ehemaligen Kinderkrankenhaus Rothenburgsort

Gedenkbuch „Die vergessenen Kinder von Zwangsarbeiterinnen in Hamburg“ erschienen

In der Buchreihe „Stolpersteine in Hamburg – biographische Forschungen“, herausgegeben von Dr. Rita Bake und Dr. Beate Meyer, ist der 22. Titel als Doppelband erschienen. Das von Margot Löhr verfasste Gedenkbuch beschreibt 418 Biographien von Kindern, die Zwangsarbeiterinnen in Hamburger Lagern oder Krankenhäusern geboren haben und die in Hamburg gestorben sind. 

Weitere Hinweise unter: www.hamburg.de/politische-bildung

Plakatieren am "Ort der Verbundenheit"

Ort der Verbundenheit eröffnet

Am 13. November 2020 wurde auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme der „Ort der Verbundenheit“ feierlich eröffnet. Ab sofort können Angehörige Plakate für ihre im KZ Neuengamme inhaftierten Angehörigen gestalten. Der "Ort der Verbundenheit" besteht aus einer Präsentation vor Ort in Form von Druckplatten und einer Plakatwand, einer Druckwerkstatt und einer Webseite mit einem digitalen Archiv: www.ort-der-verbundenheit.org 

Podcast jüdisch in Hamburg

In sechs Folgen gibt der neue Podcast „Jüdisch in Hamburg – Inspirationen und Insights“  seit Februar 2020 Einblicke in unterschiedliche Aspekte jüdischer Kultur in der Hansestadt. Der Podcast ist ein Projekt der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule in Zusammenarbeit mit der Podcastentwicklerin Christiane Zwick anlässlich des Jubiläumsjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Spotify 

Haben Sie gewusst?

1949

wurde das erste Hamburger Mahnmal für NS-Opfer auf dem Ohlsdorfer Friedhof eingeweiht.

1941

wurde auf dem Bergedorfer Friedhof ein Gräberfeld für sowjetische Kriegsgefangene aus dem KZ Neuengamme angelegt.

15

Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme gab es in Hamburg.

500.000

Zwangsarbeitskräfte, darunter viele Frauen, arbeiteten von 1939 bis 1945 in Hamburg.

1943

starben beim Bombenangriff „Operation Gomorrha“ etwa 37.000 Menschen. KZ-Häftlinge bargen die Opfer.

Hören

können Sie den „Gedenkort zur Erinnerung an die Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“: Die NS-Urteile wurden eingesprochen.

4

Gedenkorte befinden sich unter der Erde: Der Röhrenbunker Tarpenbekstraße, das Bunkermuseum, das Harburger „Mahnmal gegen Faschismus“ sowie die „Verhörzelle“ in Eppendorf.

1

Sitz hat das Mahnmal „Tisch mit 12 Stühlen“ für Besucher*innen frei.

Eine Rose

pflanzen können Besucher*innen an der „Gedenkstätte Bullenhuser Damm“ im Rosengarten.

3

Denkmaler erinnern an Hamburger Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.

Veranstaltungen

17:00 - 18:30 | Themenrundgang
Treffpunkt: Vor dem Hauptgebäude der Universität, Edmund-Siemers-Allee

Kunst und Erinnerung: Rundgang im Universitätsviertel

Wie erinnern Kunstwerke an die NS-Verbrechen? Wir erkunden Gedenkorte zum jüdischen Leben und den Deportationen aus dem Grindelviertel rund um den zentralen Campus der Universität. Referentin: Dr. Alexandra Köhring. Eine Anmeldung ist notwendig unter www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender 

17:00 - 18:30
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen. Beim Rundgang durch die „Stadthöfe“ werden die Bau- und Nutzungsgeschichte des Stadthauses im Nationalsozialismus, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer thematisiert.

Anmeldung:  katharina.moeller@gedenkstaetten.hamburg.de

Treffpunkt: Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Geschichtsort Stadthaus
17:00 - 18:30
Treffpunkt: Am Deserteursdenkmal, Stephansplatz

Kunst und Erinnerung: Rundgang vom Dammtor zu den Gerichten

Wie erinnern Kunstwerke an die NS-Verbrechen? Der Rundgang beginnt beim Gegendenkmal zum Soldatendenkmal von 1936 und dem Gedenkort für Deserteure am Dammtor und führt zum Mahnmal für Opfer der NS-Justiz bei den Gerichten. Referentin: Dr. Alexandra Köhring.
Anmeldung: www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender