Aktuelle Meldungen zu den Gedenkstätten

Ehemaliges Altarbild, das 2021 aus der Apsis der Alsterdorfer Kirche entfernt wurde.

Lern- und Gedenkort der Evangelischen Stiftung Alsterdorf eröffnet

Am 9. Mai 2022 wurde vor der St.-Nicolaus-Kirche in Alsterdorf ein Lern- und Gedenkort eingerichtet. Er erinnert an die 630 Menschen mit Behinderung, die zwischen 1938 und 1945 aus den damaligen Alsterdorfer Anstalten abtransportiert wurden. Am Gedenkort ist das ehemalige Altarbild der Alsterdorfer Kirche von 1938 ausgestellt, das als Symbol der Ungleichbehandlung und Exklusion von Menschen mit Behinderung aus der Kirche herausgenommen wurde.  

Gedenktafel vor dem Haus Rothenbaumchaussee 38.

Gedenktafel am ehemaligen Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde

Im Mai 2022 ist eine Gedenktafel am ehemaligen Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde in der Rothenbaumchaussee 38 angebracht worden. Die Deutsch-Israelitische Gemeinde Hamburg hatte das im Jahr 1916 gekauft und als zentralen Verwaltungssitz eingerichtet. 1939 nahm die Geheime Staatspolizei das Gebäude widerrechtlich in Besitz. Von hier aus organisierte das sogenannte Judenreferat die Deportationen der Hamburger Jüdinnen und Juden.

Gedenkglaswürfel im „Garten der Frauen“.

Gedenkglaswürfel für Kinder von Zwangsarbeiterinnen

Seit dem 8. Mai 2022 erinnert auf dem Ohlsdorfer Friedhof ein „Gedenkglaswürfel“ an die verstorbenen Säuglinge und Kleinkinder von Zwangsarbeiterinnen in Hamburg. Der Glaswürfel ist aus 257 kleinen bunten Glassteinen zusammengesetzt, die jeweils den Namen und das Alter eines Kindes tragen. Auf anderen Steinen befinden sich Zeichnungen, ein Stein steht für alle Kinder, zu denen nichts bekannt ist.

Eröffnung der Ausstellung

Ausstellung "Kinder im KZ Bergen-Belsen"

Die Ausstellung "Kinder im KZ" der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten ist vom 3. April bis zum 26. Juni 2022 zu Gast in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Sie dokumentiert am Beispiel des KZ Bergen-Belsen die Geschichte dieser jüngsten Opfer. Anhand von Einzelschicksalen werden die spezifischen Lebensbedingungen und Verhaltensformen von Kindern in einem Konzentrationslager dargestellt. 

Buchcover (Ausschnitt)

Wer ist in den "Soldatengräbern" auf dem Friedhof Ohlsdorf bestattet?

Auf den Gräberfeldern "Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs" auf dem Friedhof Ohlsdorf befinden sich auch die Grabstätten vieler Opfer des Weltkrieges, darunter z.B. von im KZ Neuengamme ermordeten Menschen oder Säuglingen von osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen. Das neue Buch "Soldat - Kind - Zwangsarbeiterin - Deserteur" ist vom Runden Tisch zum Gräberfeld "Deutsche Soldatengräber" auf dem Ohlsdorfer Friedhof herausgegeben worden und gibt Informationen zu den hier Bestatteten. Das Buch ist zu beziehen über die Friedhofsverwaltung, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg. Flyer

Erklärungstafel zum "Garten der Frauen".

Neue Gedenksteine im "Garten der Frauen" auf dem Friedhof Ohlsdorf

Im "Garten der Frauen" hat sich in der letzten Zeit viel getan. Mehrere Steine für Opfer und Wiederstandskämpferinnen sind aufgestellt worden. Sie alle hatten ein Grab auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Darunter sind: Gerda Rosenbrook-Wempe (Widerstand), Erinnerungsstein für Lonny Beese (jüd. Opfer des NS), Erinnerungsstein für Francoise Bloch-Sérazin (Widerstand), Erinnerungsstein für Marie Priess (Widerstand), Erinnerungsstein für Renate Strübing-Wagner (Widerstand). Näheres zu den Frauen auf der Website vom "Garten der Frauen": http://www.garten-der-frauen.de/

Gedenksäule zur Erinnerung an die Zwangsarbeit beim Hanseatischen Kettenwerk.

Dokumentation "Wohnungsbau für die Rüstungsindustrie – Siedlungen für das Hanseatische Kettenwerk und die Messap" erschienen

Die Willy-Bredel-Gesellschaft Hamburg hat die Dokumentation des Stadtplaners und Architekten Michael Holtmann "Wohnungsbau für die Rüstungsindustrie – Siedlungen für das Hanseatische Kettenwerk und die Messap" herausgegeben. Das Buch beschreibt die Entstehung der beiden Werke und die damit verbundenen Kriegsvorbereitungen. Ein Nachwort von René Senenko, Literaturhinweise und historische Fotos und Zeichnungen runden die Neuausgabe ab. Die Broschüre ist im Büro der Willy-Bredel-Gesellschaft sowie in Buchhandlungen in Fuhlsbüttel und Langenhorn zu erwerben.

Tafel am ehemaligen Kinderkrankenhaus Rothenburgsort

Gedenkbuch „Die vergessenen Kinder von Zwangsarbeiterinnen in Hamburg“ erschienen

In der Buchreihe „Stolpersteine in Hamburg – biographische Forschungen“, herausgegeben von Dr. Rita Bake und Dr. Beate Meyer, ist der 22. Titel als Doppelband erschienen. Das von Margot Löhr verfasste Gedenkbuch beschreibt 418 Biographien von Kindern, die Zwangsarbeiterinnen in Hamburger Lagern oder Krankenhäusern geboren haben und die in Hamburg gestorben sind. 

Weitere Hinweise unter: www.hamburg.de/politische-bildung

Plakatieren am "Ort der Verbundenheit"

Ort der Verbundenheit eröffnet

Am 13. November 2020 wurde auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme der „Ort der Verbundenheit“ feierlich eröffnet. Ab sofort können Angehörige Plakate für ihre im KZ Neuengamme inhaftierten Angehörigen gestalten. Der "Ort der Verbundenheit" besteht aus einer Präsentation vor Ort in Form von Druckplatten und einer Plakatwand, einer Druckwerkstatt und einer Webseite mit einem digitalen Archiv: www.ort-der-verbundenheit.org 

Podcast jüdisch in Hamburg

In sechs Folgen gibt der neue Podcast „Jüdisch in Hamburg – Inspirationen und Insights“  seit Februar 2020 Einblicke in unterschiedliche Aspekte jüdischer Kultur in der Hansestadt. Der Podcast ist ein Projekt der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule in Zusammenarbeit mit der Podcastentwicklerin Christiane Zwick anlässlich des Jubiläumsjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Spotify 

Haben Sie gewusst?

1949

wurde das erste Hamburger Mahnmal für NS-Opfer auf dem Ohlsdorfer Friedhof eingeweiht.

1941

wurde auf dem Bergedorfer Friedhof ein Gräberfeld für sowjetische Kriegsgefangene aus dem KZ Neuengamme angelegt.

15

Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme gab es in Hamburg.

500.000

Zwangsarbeitskräfte, darunter viele Frauen, arbeiteten von 1939 bis 1945 in Hamburg.

1943

starben beim Bombenangriff „Operation Gomorrha“ etwa 37.000 Menschen. KZ-Häftlinge bargen die Opfer.

Hören

können Sie den „Gedenkort zur Erinnerung an die Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“: Die NS-Urteile wurden eingesprochen.

4

Gedenkorte befinden sich unter der Erde: Der Röhrenbunker Tarpenbekstraße, das Bunkermuseum, das Harburger „Mahnmal gegen Faschismus“ sowie die „Verhörzelle“ in Eppendorf.

1

Sitz hat das Mahnmal „Tisch mit 12 Stühlen“ für Besucher*innen frei.

Eine Rose

pflanzen können Besucher*innen an der „Gedenkstätte Bullenhuser Damm“ im Rosengarten.

3

Denkmaler erinnern an Hamburger Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.

Veranstaltungen

17:00 - 18:30 | Rundgang
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Als „asozial“ verfolgt. Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kriminalpolizei und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen, denen Tausende zum Opfer fielen. Dr. Andreas Strippel thematisiert im Rahmen des Rundgangs insbesondere die Verfolgtengruppe der „Asozialen“ sowie die Geschichte des Stadthauses als Terrorzentrale. Anmeldung: www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/calendar/2022/07/

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Geschichtsort Stadthaus
10:00 - 14:00 | Fahrradfahrt
Treffpunkt Bahnhof Bergedorf, Ausgang Weidenbaumsweg (CCB)

Fahrradfahrt zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme

In den Vier- und Marschlanden sind noch heute Verbindungen zwischen dem ehemaligen Konzentrationslager und seiner Umgebung sichtbar. Mit dem Fahrrad werden diese Geschichtszeugnisse aufgesucht und fachkundig erklärt. Darunter der Bahnhof Curslack, an dem die Häftlinge ankamen oder die Dove-Elbe, die von Häftlingen unter mörderischen Bedingungen zu einem schiffbaren Wasserweg ausgebaut wurde. Fotos, Zeichnungen und Berichte ehemaliger Häftlinge veranschaulichen die Erklärungen. Die Tour beginnt am S-Bahnhof Bergedorf und führt auf verkehrsarmen Wegen zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Der etwa 10 km umfassenden Tour schließt sich eine gut eineinhalbstündige Führung durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme an. Inhaltliche Begleitung: Martin Reiter. Kosten: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).

Anmeldung unter www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/calendar/2022/07/

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
KZ-Gedenkstätte Neuengamme - Ausstellungen
13:00 - 16:00 | Workshop
KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haus des Gedenkens

Druckworkshop am Ort der Verbundenheit in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Familienangehörige ehemaliger KZ-Häftlinge haben mit dem „Ort der Verbundenheit“ am „Plattenhaus“ auf dem Gelände der Gedenkstätte einen neuen lebendigen Erinnerungsort geschaffen. Die Angehörigen aus verschiedenen europäischen Ländern gestalten individuelle Plakate in Erinnerung ihre Verwandte. Die Plakate sind auf einer Wand und die dazugehörigen Druckstöcke in Regalen im Außenbereich zu sehen.

Interessierte erhalten beim Druckworkshop die Gelegenheit, sich der Geschichte des KZ Neuengamme auf eine etwas andere Art zu nähern. Wer waren die Menschen, an die erinnert wird? Wie gestalten ihre Angehörigen die Plakate? Die Teilnehmenden können mit Drucktechniken, die auch im Widerstand gegen den Nationalsozialismus genutzt wurden, Plakatmotive selbst drucken.

Anmeldung unter www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/calendar/2022/07/

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
KZ-Gedenkstätte Neuengamme - Haus des Gedenkens