Aktuelle Meldungen zu den Gedenkstätten

#seeforfree 2026

Am 31. Oktober 2026 öffnen wieder viele Hamburger Museen ihre Türen und gewähren freien Eintritt – 49 Museen beteiligen sich in diesem Jahr, auch die Gedenkstätten Poppenbüttel, Fuhlsbüttel, Bullenhuser Damm, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Geschichtsort Stadthaus sind darunter. Neben den Sonderöffnungen werden Kurzrundgänge zu den Orten angeboten. Einen Überblick über alle teilnehmenden Einrichtungen und die verschiedenen Veranstaltungen finden Sie hier. 

Tag des offenen Denkmals 2026

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen Denkmäler, die nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind, ihre Türen: Mit Führungen, Rundgängen und Kulturveranstaltungen geben sie ungewohnte Einblicke und machen die Bedeutung von Denkmalpflege erlebbar.
In Hamburg wird der Tag des offenen Denkmals von Freitag bis Sonntag ein ganzes Wochenende gefeiert und von der HAMBURGER DENKMALSTIFTUNG koordiniert. Bundesweit wird er von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz organisiert. Hier geht es zum Programm.

Ohlsdorfer Friedensfest 2026

Unter diesem Leitgedanken findet vom 18. Juli bis 2. August 2026 das 18. Ohlsdorfer Friedensfest am Mahnmal für die Bombenopfer auf dem Friedhof Ohlsdorf statt. In zwölf Veranstaltungen lädt das Friedensfest dazu ein, Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch zu bringen – und aus dem Erinnern Verantwortung für heute und morgen abzuleiten.
Das Ohlsdorfer Friedensfest sucht und erprobt Jahr für Jahr neue Formen des Gedenkens – als Ausdruck lebendiger Erinnerungskultur und aktiven Handelns für Frieden und Demokratie. Künstlerische Darbietungen und Aktionen, Andachten und klassische Vortrags- und Präsentationsformate wechseln sich ab.

Statue "Das trauernde Kind" wiedergefunden

Im Juli 2025 wurde die Bronzestatue “Das trauernde Kind” als Teil des Gegendenkmals zum Kriegerdenkmal in Hamburg-Harburg gestohlen. Laut Zeitungsbericht wurde die Statue in zwei Teile geteilt im Juli 2026 wiedergefunden und soll im August wieder aufgestellt werden.

„Ganz Hamburg ist voll von diesen Abtransporten“. Die Deportationen der jüdischen Bevölkerung aus Hamburg im Juli 1942

Vor 84 Jahren wurden am 11. Juli, 15. Juli und 19. Juli 1942 etwa 2000 jüdische Hamburger*innen aus ihrem Leben gerissen und ins Vernichtungslager Auschwitz und ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Das Team „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ zeigt aus Anlass des Jahrestages am Geschichtsort Stadthaus eine Werkstattausstellung mit Dokumenten, Fotos und Interviews, die mit Nachkommen von Verfolgten geführt wurden.
Das Zitat ist einem Tagebucheintrag von Luise Solmitz entlehnt, die mit einem als Juden verfolgten Mann verheiratet war.

DENK MAL AM ORT 2026

Haus- und Wohnungstüren werden geöffnet, die Namen unserer ehemaligen Nachbar*innen, Bruchstücke ihrer Biografien, Verfolgungs- und Fluchtgeschichten werden sichtbar in Ausstellungen, Lesungen, Stadtführungen, Vorträgen, Filmen und Gesprächen. Zum Programm

80 Jahre Curiohaus-Prozesse

Das Curiohaus in Hamburg-Rotherbaum war von 1945 bis 1949 der wichtigste Gerichtsort für die Kriegsverbrecherprozesse in der britischen Besatzungszone. Hier fanden 188 Militärgerichtsverfahren gegen 504 Angeklagte statt. Anlässlich des 80. Jahrestages haben die GEW, die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte und weitere Einrichtungen ein breites Programm aus Ausstellung, Vorträgen und Lesungen zusammengestellt. Zum Programm

Neue Ausstellung: Kultur unter Kontrolle. Hamburger Kultureinrichtungen und die Kulturverwaltung im Nationalsozialismus

Hamburg erfreute sich bis 1933 eines bunten Kulturlebens. Moderne Kunst lockte in die Museen. In Konzerthäusern und Tanzlokalen spielten Big Bands auf. Theater und die zahlreich entstandenen Kinos präsentierten ein vielfältiges Programm. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten fiel das kulturelle Leben jedoch unter die Kontrolle der neu gegründeten Kulturbehörde. Welche Funktionen hatte Kultur im nationalsozialistischen Hamburg? Die Ausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte ist vom 5. Februar bis 10. März 2026 im Hamburger Rathaus zu sehen (Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr).

Fragmented Memories. Neue Online-Ausstellung eröffnet

Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte präsentiert die neue englischsprachige Online-Ausstellung “Fragmented Memories”. Sie basiert auf der Ausstellung in der Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel. Dort wird an die Geschichte der Hamburger Frauenaußenlager des KZ Neuengamme erinnert. Die Website stellt verschiedene Biografien von dort verfolgten Frauen vor, die Haftbedingungen und Zwangsarbeit in den Außenlagern, die Strafverfolgung nach 1945 und die Erinnerung an ehemaligen Lagerorten.

Zwei neue Gedenktafeln

Seit September 2025 erinnern zwei Gedenktafeln an Zwangsarbeiter*innen, die für die Hamburger Stadtreinigung arbeiten mussten. In Altona-Altstadt wurde eine Tafel am Karl-Möller-Sportplatz an der Max-Brauer-Allee eingeweiht. Dort waren 152 italienische Soldaten interniert, die zu Trümmerarbeiten gezwungen wurden. Eine weitere Gedenktafel erinnert an die über 2.800 Zwangsarbeiter*innen, die in der Müllabfuhr und Straßenreinigung eingesetzt wurden. Sie wurde vor dem Sitz der Stadtreinigung in Hammerbrook aufgestellt.

Haben Sie gewusst?

1949

wurde das erste Hamburger Mahnmal für NS-Opfer auf dem Ohlsdorfer Friedhof eingeweiht.

1941

wurde auf dem Bergedorfer Friedhof ein Gräberfeld für sowjetische Kriegsgefangene aus dem KZ Neuengamme angelegt.

15

Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme gab es in Hamburg.

500.000

Zwangsarbeitskräfte, darunter viele Frauen, arbeiteten von 1939 bis 1945 in Hamburg.

1943

starben beim Bombenangriff „Operation Gomorrha“ etwa 37.000 Menschen. KZ-Häftlinge bargen die Opfer.

Hören

können Sie den „Gedenkort zur Erinnerung an die Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“: Die NS-Urteile wurden eingesprochen.

4

Gedenkorte befinden sich unter der Erde: Der Röhrenbunker Tarpenbekstraße, das Bunkermuseum, das Harburger „Mahnmal gegen Faschismus“ sowie die „Verhörzelle“ in Eppendorf.

1

Sitz hat das Mahnmal „Tisch mit 12 Stühlen“ für Besucher*innen frei.

Eine Rose

pflanzen können Besucher*innen an der „Gedenkstätte Bullenhuser Damm“ im Rosengarten.

3

Denkmaler erinnern an Hamburger Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.

Veranstaltungen

18:00 - 20:00 | Film und Gespräch
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Wir dürfen es nicht vergessen

Der Dokumentarfilm porträtiert die Hamburgerin Antje Kosemund, die 1928 geboren wurde und in einer Arbeiterfamilie aufgewachsen ist. Ihr Vater wurde im Mai 1933 durch die Gestapo verhaftet, ihre Mutter starb früh und ihre Schwester Irma fiel dem „Euthanasie“-Mordprogramm der Nazis zum Opfer. Im Gespräch mit ihr erscheinen Menschen, Orte, Straßen und Gebäude. Sie alle erzählen ihre Geschichte vom kommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus und von einer Spur im Vernichtungsprogramm der Aktion T4, die bis nach Wien führt. Antje Kosemunds Erinnerungen sind Zeugnis eines widerständigen Lebens und ein Dokument gegen das Vergessen. Ein Film von Thorsten Wagner, Deutschland 2024. Filmvorführung und Gespräch mit Antje Kosemund und dem Regisseur Thorsten Wagner. 

Eintritt frei. Wir bitten um Anmeldung. 

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Geschichtsort Stadthaus
13:00 - 16:00 | Rundgang
KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

„Zeugen Jehovas“ im KZ Neuengamme

Dieser Rundgang beschäftigt sich mit der Gruppe der „Zeugen Jehovas“, die ab 1940 im KZ Neuengamme und seinen Außenlagern inhaftiert wurden. Die Glaubensgemeinschaft der „Zeugen Jehovas“ war bereits 1933 verboten worden. Ihre Mitglieder wurden verfolgt und inhaftiert, zum Teil auch in Konzentrationslagern.
Der Rundgang beleuchtet anhand von Dokumenten und biografischen Beispielen die Hintergründe der Verfolgung sowie die besonderen Bedingungen dieser Häftlingsgruppe im KZ Neuengamme. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie „Zeugen Jehovas“ trotz der alltäglichen Gewalt im Lager ihren Glauben bewahren konnten und welche Bedeutung der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe für das Überleben hatte.

Referierende*r: Mika Pluschok (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)
Anmeldung hier. 
Kosten: 5 Euro, ermäßigt: 3 Euro


Treffpunkt: Service-Point am Haupteingang der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Ende: Denkmal für die „Zeugen Jehovas“ im Gedenkhain

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
KZ-Gedenkstätte Neuengamme - Ausstellungen
14:00 - 16:00 | Rundgang
denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz, 20457 Hamburg

denk.mal Hannoverscher Bahnhof – Erkundung eines historischen Ortes

Der Hannoversche Bahnhof fungierte im Nationalsozialismus als zentraler Ausgangspunkt für Deportationen von Jüdinnen und Juden sowie Sinti*ze und Rom*nja aus Hamburg und Norddeutschland. Der Rundgang erläutert das historische Geschehen und stellt Einzelschicksale vor. Zudem wird der öffentliche Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert. Die Überblicksführungen werden jeden vierten Sonntag im Monat von April bis Oktober in Kooperation mit der HafenCity Hamburg GmbH angeboten.

Treffpunkt: Info-Pavillon am denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz, 20457 Hamburg

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
denk.mal Hannoverscher Bahnhof
bis
Ausstellung
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Ausstellung: Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Der Widerstand von Frauen gegen die nationalsozialistische Diktatur war vielfältig, risikoreich und mutig. Dennoch ist er nach 1945 über Jahrzehnte in der deutschen Öffentlichkeit nicht oder nur unzureichend beachtet worden. Darüber berichtet eine Wanderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit zahlreichen Biographien. Die AG Gedenken des Rathausbündnisses gegen Rechtsextremismus Bergedorf präsentiert diese Ausstellung im Haus im Park in Hamburg-Bergedorf. Die Ausstellungsbiographie von Inga und Jutta Madlung wird außerdem im Geschichtsort Stadthaus präsentiert. Der Eintritt ist frei.

Orte: Haus im Park, Gräpelweg 8, 21029 Hamburg und Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg
Mehr Infos: ag-gedenken-bergedorf.de 

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Geschichtsort Stadthaus
14:00 - 16:00 | Rundgang
denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz, 20457 Hamburg

Geschichte und Gedenken in der Hafen City – Rundgang vom denk.mal Hannoverscher Bahnhof zum denk.mal Fruchtschuppen C

Der Hannoversche Bahnhof fungierte im Nationalsozialismus als zentraler Ausgangspunkt für die Deportationen von Jüdinnen und Juden sowie Sinti*ze und Rom*nja aus Hamburg und Norddeutschland. Im Fruchtschuppen C wurden im Mai 1940 etwa 1.000 Sinti*ze und Rom*nja festgehalten, bevor sie zur Zwangsarbeit in das deutsch besetzte Polen verschleppt wurden. Der Rundgang verbindet die beiden Orte, erläutert das historische Geschehen und stellt die heutigen Gedenkorte vor.

Eine Veranstaltung im Rahmen von #seeforfree.
Treffpunkt: denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Info-Pavillon
Anmeldung hier. 

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
denk.mal Hannoverscher Bahnhof
14:00 - 17:00 | Rundgang
KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Täterschaften und Strafverfolgung im KZ Neuengamme

Die Verantwortung für die Konzentrationslager waren auf unterschiedliche Schultern verteilt: Wachmannschaften, staatliche Institutionen, private Firmen und die Bevölkerung in der Nachbarschaft. Für den Großteil der nationalsozialistische Täter*innen blieb die Strafverfolgung nach 1945 weitestgehend aus. Einige wenige jedoch waren in Prozessen angeklagt. In Hamburg führte die britische Militärregierung 1946-1948 mehrere Prozesse im Curiohaus, größtenteils gegen Lagerpersonal des KZ Neuengamme und seiner Außenlager. Wer waren die Männer, die auf der Anklagebank saßen und was waren Grundlagen für die Anklagen? Wer organisierte die Prozesse?

In der Ausstellung „Dienststelle KZ Neuengamme: Die Lager-SS“ auf dem Gelände des ehemaligen KZ Neuengamme bieten Prozessunterlagen, Dokumente und Biografien umfangreiche Möglichkeiten, sich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen, sowie mit dem Handeln und ihren Spielräumen der im KZ Neuengamme eingesetzten Täter*innen auseinanderzusetzen. Daneben werden auch Biografien von Zeug*innen beleuchtet.

Der Themenrundgang ist kostenfrei und findet statt anlässlich der Veranstaltungsreihe 80 Jahre Curiohaus-Prozesse der GEW sowie im Rahmen von #seeforfree. Um eine Anmeldung über unseren Veranstaltungskalender wird gebeten, sie ist aber nicht erforderlich.
Referentin: Maren Degener (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)
Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

 

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
KZ-Gedenkstätte Neuengamme - Ausstellungen
19:00 - 20:30 | Gespräch
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Suitcase Stories – Zikaron BaSalon: Geschichten im Koffer

Kurz vor dem Gedenktag des 9. November lädt das MIT•2•WO Kulturnetzwerk zu einem besonderen, dialogzentrierten Erinnerungsformat in den Geschichtsort Stadthaus ein. In einer geschützten, wohnzimmerähnlichen Atmosphäre widmet sich die Veranstaltung den Erzählungen jener Menschen, deren Biografien durch die nationalsozialistische Vertreibung, Ausgrenzung und Verfolgung geprägt wurden.

Das zentrale Symbol des Abends ist der „Koffer“. Er steht sinnbildlich für das materielle und ideelle Gepäck, das über Generationen hinweg getragen wurde – nicht nur von Jüdinnen und Juden, sondern ebenso von Sinti und Roma, homosexuellen Menschen, politisch Verfolgten sowie als „asozial“ stigmatisierten Gruppen. Durch das Teilen von Kurzporträts werden Brüche in Lebensläufen, aber auch gelebte Widerstandskraft und kulturelle Beständigkeit sichtbar gemacht. Abseits von reinem Pathos entsteht so ein Raum für eine warmherzige, respektvolle Begegnung, die individuelle Schicksale mit unserer kollektiven Geschichte verwebt und Mehrstimmigkeit unmittelbar erlebbar macht.

Eine Kooperation des MIT•2•WO Kulturnetzwerks mit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Anmeldung erforderlich unter www.mit2wo.de 

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Geschichtsort Stadthaus
18:00 - 20:00 | Podiumsdiskussion
Staatsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg, Vortragsraum

Umkämpfte Geschichte. Geschichtsmythen und Demokratie

Geschichtsmythen erfüllen eine doppelte Funktion: Sie stiften Orientierung und kollektive Identität, können aber historische Zusammenhänge auch verzerren und gesellschaftliche Konflikte verschärfen. Neurechte Akteur*innen setzen sie gezielt ein, um revisionistische Geschichtsbilder zu verbreiten und ein kritisch-reflektiertes Geschichtsbewusstsein sowie demokratische Erinnerungskulturen zu delegitimieren. Der Round Table bringt fünf Expert*innen des Netzwerks „Historiker*innen für eine demokratische Gesellschaft (hist4dem) zusammen, die zu Geschichtsmythen aus Deutschland, Russland und den USA sprechen und auch die Rolle von KI-generierten Bildern für die Verfälschung und Mythisierung von Geschichte diskutieren.

Teilnehmende: Kirsten Bönker (Uni Hamburg), Clara Mansfeld (Stiftung Hamburger Gedenkstätten), Nina Mackert (Uni Hamburg), Marieke Röben (Uni Lüneburg), Kim Sebastian Todzi (Uni Hamburg). Moderation: Astrid Windus
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von hist4dem-Historiker*innen für eine demokratische Gesellschaft, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.

18:00 - 20:00 | Vortrag
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Etkar André und Fiete Schulze: Widerstand und internationaler Protest

Etkar André und Fiete Schulze gehören zur Hamburger Arbeiterbewegung und zählen zu den bekanntesten Hamburger Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus. Beide wurden im Hamburger Stadthaus von der Gestapo schwer misshandelt und gefoltert. Nach ihrer Verurteilung zum Tode wurden sie im Hof des Hamburger Untersuchungsgefängnisses mit dem Handbeil hingerichtet – Fiete Schulze am 6. Juni 1935, Etkar André am 4. November 1936. Am 4. November 2026 wurden dort am Holstenglacis 3 (Untersuchungsgefängnis) Stolpersteine zur Erinnerung an beide Widerstandskämpfer eingeweiht. Die begleitende Veranstaltung erinnert an die zwei Hamburger Widerstandskämpfer und ordnet ihre Verfolgung in den historischen Zusammenhang von Arbeiterbewegung, nationalsozialistischer Gewalt, internationaler Proteste und Solidarität sowie der propagandistischen Inszenierung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin ein.

Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Hamburg (VVN-BdA Hamburg) in Kooperation mit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Geschichtsort Stadthaus
16:00 - 17:30 | Präsentation
Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

„StoryFinder“ Abschluss eines partizipativen Jugendbildungsprojekts

Wir feiern den Abschluss unseres partizipativen Jugendbildungsprojekts „StoryFinder“ mit dem Launch einer neuen WebApp. Vorgestellt werden das Projekt, die StoryFinder-WebApp mit interaktiver Hamburg-Karte und die Beiträge der Teilnehmenden. Anhand einer kleinen Handreichung gibt es Anregungen zur Nutzung der Projektergebnisse als Bildungsmaterial. Neben kurzen Inputs ist Zeit zum Ausprobieren der WebApp und zum Austausch bei Snacks und Getränken. Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende von Gedenkstätten, Lehrkräfte und Multiplikator*innen der historisch-politischen Bildungsarbeit. Um Anmeldung wird gebeten.

 

Diese Veranstaltung steht im Zusammenhang mit der Gedenkstätte:
Geschichtsort Stadthaus