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Mahnmal für die Opfer der Zwangsarbeit in Kaltehofe

Mahnmal für die Opfer der Zwangsarbeit in Kaltehofe.
Mahnmal für die Opfer der Zwangsarbeit auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerks Kaltehofe.
Mahnmal für die Opfer der Zwangsarbeit in Kaltehofe.

Viele Hunderte ausländische Zwangsarbeiter mussten im Zweiten Weltkrieg für die damaligen Hamburger Wasserwerke arbeiten. Das Wasserwerk befand sich zur der Zeit noch auf der Elbinsel Kaltehofe. Auf diesem Gelände ließ 2016 das städtische Versorgungsunternehmen Hamburg Wasser ein Denkmal aufstellen: Es erinnert an den Arbeitseinsatz der Zwangsarbeiter im Krieg. Unter den Zwangsarbeitern waren viele Kriegsgefangene, vor allem italienische Militärinternierte. Auch 200 Häftlinge der Außenlager des KZ Neuengamme Dessauer Ufer und Fuhlsbüttel kamen hier zum Einsatz.

Das Mahnmal wurde von Meinhard Weidner entworfen, der als Grafiker bei den Hamburger Wasserwerken arbeitete. Realisiert wurde es in Zusammenarbeit mit Auszubildenden des Betriebs. Es ist aus einem zeitgenössischen Wasserrohr gestaltet, das mehrfach durchbrochen ist und den Blick in den Hohlraum freigibt. Im Inneren des Mahnmals listet eine schmale Stele die bekannten Namen von 139 italienischen Zwangsarbeitern auf.

Veranstaltungen

15:00 - 16:00 | Führung
Wasserkunst Kaltehofe, Kaltehofe-Hauptdeich 6-7, 20539 Hamburg

Die Hamburger Wasserwerke im Nationalsozialismus

Am 8. September 1943 schloss Italien einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Deutschland und Italien waren zuvor Verbündete gewesen. Hunderttausende italienische Soldaten wurden von der Wehrmacht gefangen genommen. Diejenigen, die sich weigerten, für die Wehrmacht zu kämpfen, wurden als sogenannte „Italienische Militärinternierte“ nach Deutschland deportiert und zur Arbeit gezwungen. Die Führung erinnert an das Schicksal der italienischen Männer, die für die Hamburger Wasserwerke, auch auf Kaltehofe, arbeiten mussten.
Anmeldung: Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte kommen Sie lediglich ca. 15 Minuten vor Beginn der Führung in das Infozentrum „Altes Labor“, Kaltehofe-Hauptdeich 6-7.

Kosten: 8 Euro / 4 Euro ermäßigt

Weitere Termine: Diese Führung bieten wir am 3. Oktober, am 7. November, am 12. Dezember, am 6. Februar und am 6. März, jeweils 15 Uhr, an.

Denkmal
Mahnmal für die Opfer der Zwangsarbeit in Kaltehofe
Rothenburgsort
Kaltehofe Hauptdeich 6–7

Kontakt

Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Kaltehofe Hauptdeich 6–7
20539 Hamburg
Telefon: 040-788849990

Öffnungszeiten:
Das Außengelände ist ganzjährig von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr kostenfrei zugänglich.

Kategorien:
Denkmal
Gedenktafel
Themen:
Opfergruppen